Philosophie

Yoga ist keine Sportart und keine Religion. Es ist ein ganzheitlicher, die Persönlichkeit entwickelter Weg, um in eine tiefe innere Ruhe zu kommen. Natürlich gibt es Körperübungen (Asanas) die uns fordern und den Körper auch formen können, es gehört jedoch noch viel mehr dazu.

Yoga ist eine der ältesten Wissenschaften, welches sich als Ganzheit des Menschen beschäftigt. Mit dem Atem synchronisierte Bewegungen, dem Zurückziehen der Sinne und tiefe Konzentration sowie Versenkung macht Yoga erst zu Yoga. Dazu gehört auch der richtige Umgang mit sich selbst, der Umwelt und anderer Menschen und Lebewesen.

Der 8 – stufige Yoga-Weg zu persönlichem Wachstum nach Patanjali

  1. Yamas – Umgang mit der Umwelt Die Yamas stellen einen ethischen Verhaltenskodex dar, dieser besteht aus 5 folgenden Unterpunkten 1.1. Ahimsa / Gewaltlosigkeit hier ist der rücksichtsvolle und wertschätzende Umgang mit sich selbst und anderen Lebewesen gemeint, der über die körperliche Gewaltlosigkeit hinaus geht 1.2. Satya / Wahrhaftigkeit Ehrlichkeit mit sich selbst und mit Anderen, auch das sorgfältige Abwägen der Konsequenzen absoluter Ehrlichkeit. Aus diesem Grund sollte man seine Worte bedacht wählen um gewaltlos (1.1.) zu handeln. 1.3. Asteya / nicht stehlen bedeutet nichts nehmen was einem nicht gehört, dies fängt schon bei Kleinigkeiten an 1.4. Bramachary / das richtige Maß in allen Dingen finden hier ist gemeint sich nicht von Dingen, Leidenschaften oder Emotionen beherrschen zu lassen 1.5. Aparigraha / nicht horten Besitz erfordert Zeit, Energie und Geld, das richtige Maß hier zu finden, brauchen wir alles in 10facher Ausführung? Aparigraha bedeutet auch mit den Ressourcen der Welt richtig und maßvoll umzugehen
  2. Niyamas – Umgang mit sich selbst auch hier wieder 5 Unterpunkte 2.1. Shauca / Reinheit dies bezieht sich auf den Körper und auf den Geist, auf unsere Kleidung unsere Umgebung unser zu Hause, Körperpflege bedeutet auch Kontrolle unserer Gedanken und das praktizieren der Asanas (Körperübungen) 2.2 Santosha / Zufriedenheit zufrieden sein mit dem was man hat und wenn wir einen Schritt zurück treten, können wir glaub ich alle sehr dankbar sein mit dem was wir haben 🙂 2.3. Tapas / Selbstdisziplin nicht immer schwer aber Ausdauer und Durchhaltevermögen bringen uns persönlich und unsere Entwicklung weiter 2.4. Svadhyaya / Selbstreflexion eine für mich sehr wichtige Übung, sein Verhalten zu beobachten und zu reflektieren 2.5. Ishvara Pranidhana / Vertrauen so wichtig und schön, vertrau auf dich selbst und andere, haben ein Grundvertrauen
  3. Asanas / Körperübungen sie stärken unseren Körper und zentrieren unseren Geist, im Yoga in Kombination mit dem Atem. „Ein Mensch, der Asanas richtig übt, kann auch durch extreme äußere Einflüsse nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden.“ (Yogasutra 2.48)
  4. Pranayama / der richtige Atem ist der Geist ruhig, ist es auch der Atem – funktioniert das auch andersrum? Ja tut es 🙂 auch die Konzentration können wir mit unserem Atem stärken
  5. Pratyahara / Zurückziehen der Sinne wir lassen uns viel zu leicht ablenken, hier ist gemeint nicht immer jedem Reiz zu folgen, uns mal von äußeren Reizen zurück ziehen
  6. Dharana / Konzentration können wir uns noch auf ein Objekt oder eine Tätigkeit vollkommen konzentrieren? das auch über einen längeren Zeitraum?
  7. Dhyana / Meditation es geht nicht darum nichts mehr zu denken, wir sind eine denkende Welt und das ist gut so, den Verstand vollkommen auszuschalten erfordert eine jahrelange Praxis, jedoch uns auf ein Objekt oder unseren Atem vollkommen und allein zu fokussieren schult unsere Intuition
  8. Samadhi / Zustand innerer Freiheit Dies ist der Zustand nachdem die o.g. Stufen erfolgreich gemeistert wurden. Der innere Frieden, frei von Ängsten, Ärger, unabhängig von äußeren Einflüssen. Samadhi sollte kein Muss-Ziel oder Endziel sein, Yoga ist ein Weg und dieser Weg ist unbeschreiblich und bereichernd….